Der Regensburger Ruder-Klub wurde im Jahre 1890 feierlich aus der Taufe gehoben. Damals nur für einen bestimmten Teil der Regensburger Gesellschaft bestimmt, stehen heute allen Ruderfreudigen die Türen offen.

Die Bereiche des RRK
Neben den klassischen Leistungs- und Breitensportressorts bietet der RRK viele weitere Angebote für Ruderfans mit unterschiedlichen Interessen an.
- Leistungssport / Rennrudern
- Breitensport
- Wanderrudern
- Schulrudern
Am 20. März 1890 beginnt die Geschichte des Regensburger Ruder-Klubs (RRK): Mit großem Enthusiasmus und sportlichem Pioniergeist wird der Verein ins Leben gerufen. Nur wenige Jahre später, am 7. Juli 1896, folgt ein erster Meilenstein – die feierliche Einweihung des Bootshauses am Schopperplatz. Das repräsentative Gebäude gegenüber der Regensburger Altstadt ist bis heute ein sichtbares Zeugnis dieser frühen Vereinsjahre und verbindet Geschichte mit Gegenwart.
Um die Jahrhundertwende entdeckt der Klub nicht nur den Wettkampf-, sondern auch den Wanderfahrtsgedanken für sich. Erste Wanderfahrten um 1900 prägen den Gemeinschaftssinn und die Verbundenheit zur Natur. Sportlich sorgt der RRK in dieser Zeit für Aufsehen: Zwischen 1900 und 1903 wird der legendäre „Kaiservierer“ dreimaliger Sieger – eine Leistung, die mit der goldenen Kaisermedaille von Kaiser Wilhelm II. geehrt wird.
Mit dem Rennachter „Prinzregent Luitpold“, der 1901 angeschafft wird, schreibt der Klub ein weiteres Kapitel Rudergeschichte. Das traditionsreiche Boot ist seit 1963 im Deutschen Museum in München ausgestellt – ein eindrucksvolles Symbol für die sportliche Bedeutung des RRK. 1904 engagiert sich der Verein zudem früh in der Nachwuchsarbeit und legt den Grundstein für das Schulrudern in Regensburg.
Ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichberechtigung folgt 1932 mit der offiziellen Gründung der Frauenabteilung. Ein Jahr später erweitert sich der Verein um eine Tennisabteilung und firmiert fortan als Regensburger Ruder- und Tennisklub (RRTK).
Die Wirren des Zweiten Weltkriegs hinterlassen auch im Vereinsleben ihre Spuren: Von 1945 bis 1949 ruht der Ruderbetrieb vollständig. Doch der Neustart gelingt – getragen von Zusammenhalt und Leidenschaft für den Sport.
Mit der Einweihung des neuen Bootshauses im Regensburger Westen am 21. Juni 1980 beginnt eine moderne Ära. Sportlich setzt der Verein erneut Ausrufezeichen: 1993 erringt J. Ristig den ersten Weltmeistertitel der Vereinsgeschichte. 1996 folgt die Ausrichtung der ersten gemeinsamen Regatta mit dem Regensburger Ruderverein – ein starkes Signal für Kooperation und Gemeinschaft.
Am 13. Dezember 1997 kehrt der Klub zu seinen Wurzeln zurück und wird als Regensburger Ruder-Klub (RRK) neu gegründet. Die Erweiterung des Bootshauses wird 2001 im Rahmen der 111-Jahr-Feier feierlich eingeweiht. Mit der ersten Regensburger Schulregatta 2003 unterstreicht der RRK erneut sein Engagement für den Nachwuchs.
2010 feierte der Verein sein 120-jähriges Bestehen mit einer großen Veranstaltung – ein stolzer Moment, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbindet.
Heute steht der Regensburger Ruder-Klub für mehr als sportliche Erfolge: Er steht für Gemeinschaft, Tradition und die Leidenschaft, den Rudersport über Generationen hinweg lebendig zu halten.

Die Donau – Der Klassiker
Mit 2.850 Kilometern ist die Donau der zweitlängste Fluss Europas – und unser tägliches Trainingsgewässer. Von unserem Bootshaus aus führen uns die Alltagsausfahrten stromaufwärts zum Schwalbennest, zur Walba oder bis nach Matting. Für Wanderfahrten bietet sich die Strecke zwischen Neustadt an der Donau und Straubing an.
Die Naab – Naturidylle ohne Motorboote
Unser Lieblingsfluss für Ausfahrten vom Steg: Die Naab mündet nur zwei Kilometer oberhalb unseres Bootshauses in die Donau und ist für Motorboote gesperrt – ein echtes Ruderparadies. Das enge Tal mit Mischwäldern, sanften Hügeln und bizarren Jurafelsen lädt zum Entschleunigen ein. Beliebte Ziele sind Etterzhausen, Ebenwies, die Klubwiese in Penk oder Pielenhofen. Für Wanderruderer ist die Naab ab Burglengenfeld oder Kallmünz gut befahrbar, Mutige starten sogar ab Luhe. Ein zusätzliches Highlight: die zahlreichen Gasthäuser am Ufer.

Unser Bootshaus – direkt am Wasser
Das Bootshaus des Regensburger Ruder-Klubs ist mehr als nur ein Gebäude – es ist das Herzstück unseres Vereinslebens. Hier beginnt jede Trainingseinheit und Ausfahrt, hier klingt jeder Rudertag aus, und hier treffen sich Mitglieder, Gäste und Ruderbegeisterte aus nah und fern.
Eine zweite Heimat im Westen der Stadt
Seit dem 21. Juni 1980 befindet sich unser Bootshaus an seinem heutigen Standort im Regensburger Westen – rund zwei Kilometer donauaufwärts des Pfaffensteiner Stauwehrs. Der Umzug vom historischen Standort auf dem Oberen Wörth war dem Donauausbau geschuldet, brachte dem Verein aber einen entscheidenden Vorteil: ein wasserstandunabhängiges Trainingsrevier, das ganzjährig zuverlässig bespielbar ist. 2001 wurde das Bootshaus im Rahmen der 111-Jahrfeier des RRK nochmals erweitert und modernisiert. Alles unter einem Dach und in direkter Nachbarschaft zum Regensburger Ruderverein.
Unser Bootshaus ist funktional, geräumig und einladend zugleich. Für den Trainings- und Wettkampfbetrieb stehen ausreichend Umkleide- und Duschmöglichkeiten zur Verfügung. Auswärtige Ruderer, die auf Wanderfahrt Halt machen, finden nach vorheriger Anmeldung auch Luma-Schlafplätze vor – eine willkommene Unterkunft auf dem Weg flussab oder -aufwärts.
Das gesellschaftliche Leben spielt sich im großzügigen, variabel teilbaren Klubraum mit Küche und Theke ab. Ob Vereinsversammlung, Saisonabschlussfeier, Grillabend oder Gymnastiksession – der Raum bietet Platz für alles, was das Vereinsleben ausmacht.
Der Balkon – der schönste Platz nach dem Rudern
Wer nach einer Ausfahrt in unserem Ruderrevier die Skulls oder die Riemen niederlegt, findet auf unserem großzügigen Balkon den perfekten Abschluss des Tages: Freunde, gute Gespräche und ein weiter Blick aufs Wasser in der Abendsonne. Mehr braucht es nicht.
